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Gau-Köngernheim

Gau-Köngernheim liegt in Rheinhessen, etwa fünf Kilometer östlich von Alzey. Das Dorf ist seit 1969 Ortsteil von Gau-Odernheim.

Jahrzehnte lang gab es im Ort praktisch kein Vereinsleben. 1992 gründete eine Handvoll Einwohner den Bürgerverein. Mittlerweile ist jeder Dritte der 400 Einwohner Mitglied.

Der Verein richtete einen Spielplatz ein, verschönerte die Dorfplätze und baute eine alte Scheune zum “Bürgerraum” um. Dieser Raum kann und wird für alle möglichen Festlichkeiten vom Bürgerverein zur Verfügung gestellt..

Gau Köngernheim ist vor allem eine Wohngemeinde. An die lange Weinbautradition des Ortes erinnern einige Winzerbetriebe, die über die Grenzen der Gemeinde hinaus bekannt sind. (Menger-Krug, Hering, Schenkel). Im Selztal, in einer ehemaligen Mühle, ist seit 1987 die Gärtnerei “Dornröschen” beheimatet. Der Bedtrieb setzt seit jahren auf biologisch-dynamische Anbaumethoden.

Sorge bereitet den Gau-Köngernheimern seit Jahren die Durchgangsstraße zwischen Alzey und Gau-Odernheim. Die gerade laufende Strecke verleitet zum Rasen. Zum Schutz der Kinder verrichten viele Eltern -bei Bedarf- einen Schülerlotsendienst. Es wäre schon längst angebracht, die vorhandene Umgehung von Gau-Odernheim an Gau-Köngernheim vorbei zu führen.
(Quelle: SWR (Auszüge)

 

HISTORISCHES

 

Köngernheim wird schon im 9. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Im Jahr 804 schenkte Cecilia dem Kloster Lorsch Ackerland in Cuningeroheim im Wormsgau. Später kommt der Ort vor unter dem Namen Chuningernheim (1190), Kungernheim (1268), Kongernheim (1323) und Konigernheim (1464).

In späterer Zeit wurde es, um es von dem westlich Oppenheim gelegenenen Köngernheim zu unterscheiden, Bös-Köngernheim genannt. Im Jahr 1896 erhielt der Ort den jetzt gültigen Namen Gau-Köngernheim.

Im Jahr 1190 besaß der Reichsministeriale Werner II. von Bolanden die Gerichtsbarkeit über das Dorf, bei der Teilung ihrer Güter durch die Brüder Werner und Ühilipp von Bolanden im Jahr 1286 fiel Köngernheim an Werner und seine Erben. Später erscheint Köngernheim als kurpfälzisches Lehen im Beisitz des Grafen, späeteren Fürsten von Löwenstein-Wertheim, denen es bis zu den territorialen Umwälzungen des 18. Jahrhunderts gehörte.

Quelle: Harald Strube

  

Blick in Richtung Framersheim / Gau-Köngernheim / Gau-Odernheim / Petersberg

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