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“ Amerikas populärster Held “
James Maitland Stewart war eine der fesselndsten Persönlichkeiten des US-Films. Er ist eine Legende, die ideale Verkörperung des wackeren, anständigen und aufrechten Amerikaners, ein Bild von
Ritterlichkeit, obgleich zu seinen besten Filmen jene zählen, in denen er gegen sein populäres Image anspielte.
Spätestens seit Frank Capras “Mr.Smith geht nach Washington” war er der Kinoliebling der Nation. Anfangs verkörperte er meist den braven, liebenswürdigen Jungen von nebenan - den Traum jeder
Schwiegermutter. Die erste Abweichung dieses blütenweißen Images erlebte er als Killer im zweiten Teil der “Dünner Mann-Reihe”.
Im 2. Weltkrieg diente er bei der Luftwaffe. Danach verließ der MGM und arbeitete eine Weile ohne feste Studiobindung. Es folgte Capras “Mr.Smith...”, ein finanzieller Mißerfolg, aber
Stewarts und Capras Lieblingsfilm.
Nachdem Universal ihn schließlich für “Winchester 73” verpflichtete, etablierte er sich als Westernheld. Hierdurch erhielt er eine neue Filmpersönlichkeit. Er wurde zum nicht selten
gepeinigten, gedemütigtem Einzelgänger, zum harten Pistolero oder zum knochentrockenen Outlaw. Danach folgte die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Alfred Hitchcock.
Dreimal präsentierte Stewart große, historische Amerikaner. Zum einen den berühmten Basketballspieler Monty Tratton, zum anderen Glenn Miller und Charles Lindbergh. Auf die Frage, wer denn im
Laufe seiner Filme die Partnerin gewesen sei, mit der er am liebsten gearbeitet habe, gab Stewart lächelnd zur Antwort: “Das ist eine gefährliche Frage. Aber ich denke, das war Marlene Dietrich.”
Sein fehlender Sexappeal, gepaart mit einer sprichwörtlichen Zurückhaltung, bewahrte den Weltstar davor, einem der zahlreichen Hollywood-Starlets in die Hände zu fallen. Erst im Alter von 41
Jahren heiratete er die charmante Gloria Hatrich McLean, die 1951 die Zwillinge Kelly und Judy zur Welt brachte. In seiner Heimatstadt wurde zu seinem 75. Geburtstag ein eigenes Denkmal aufgestellt, obwohl der Star
bis zuletzt mit seiner Frau zurückgezogen in seinem Haus in Los Angeles wohnte.
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