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Börrstadt

Danke Börrstadt - für 5 schöne Jahre. Wir möchten diese Zeit nicht missen.

Förderverein Grundschule Sippersfeld

Börrstadt liegt am Fuße des Donnersberges und hat ca. 1000 Einwohner

Für alle Altersgruppen gibt es spezifische Angebote, z.B. Krabbelgruppen, Kindergarten, Jugendraum, Seniorenkreis, verschiedene Vereine u.a. den Dorfförderverein, die Frauengruppe “Sonnenblume”, Musikverein, Kirchenchor, englisch singender Chor “Good News”, die “Knickerbocker-Musikanten” und die “Pfingstochsen”.

Es gibt einen Sportplatz, Tennisplatz, einen großen überdachten Grillplatz mit Spielwiese und Spielplatz und den “Golfclub am Donnersberg” auf dem Röderhof. Ferner gibt es Reiterhöfe die Kurse und Ferienfreizeiten auch für Kinder anbieten.

Um den Wohn- und Lebenswünschen der Bevölkerung gerecht zu werden, hat die Gemeinde in den letzten Jahren vermehrt Neubaugebiete erschlossen, was sich positiv auf den steigenden Zuwachs neuer Bürger auswirkt. Börrstadt ist ein Dorf, das mit dem Bedarf gewachsen ist. Es hat einerseits viel von seinem ursprünglichen Charakter erhalten, weist aber auch viele moderne, fortschrittliche Züge auf.

Ehrenamtliche Helfer leisten das Jahr über viele Stunden zum Wohle der Gemeinde, um der Bevölkerung entsprechende Festlichkeiten zu ermöglichen.

Zu Börrstadt gehören auch die Höfe: Hahnweilerhof, Lindenhof, Röderhof, Kreuzhof, Walzhof, Theresienhof, Herfingerhof und Mühlbusch.

WAPPEN

Das heutige Wappen spiegelt noch den früher zweigeteilten Ort. Es enthält annähernd die Gerichtssiegel von Ober- und Niederbörrstadt. Das falkensteinische Oberbörrstadt hatte die Gottesmutter mit dem Jesuskund im Siegel. Niederbörrstadt das Ankerkreuz.

Hinzu kam beim offiziell 1931 genehmigten Wappen von Börrstadt der Kirschzweig, als Hinweis auf den Kirschenanbau der damals in höher Blüte stand.

HISTORISCHES

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Börrstadt im Jahre 891. Der Ort hieß damals “Birensceidt”, was soviel bedeutet wie Grenzwald mit Birnbäumen. Zum damaligen Zeitpunkt gab es bereits 14 leibeigene Bauerngüter.

In den Jahren zwischen 1400 und 1500 erfuhr Börrstadt allerdings eine Teilung in Ober- und Niederbörrstadt, bedingt durch Verpfändungen des Ortes. Die Oberbörrstadter waren Untertanen der Falkensteiner, der Obersteiner und der Kurfürsten von der Pfalz. Niederbörrstadt gehörte zum Fürstentum von Nassau-Weilburg.

Der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) hinterließ auch hier seine Spuren, Die Bevölkerung starb ganz aus.

Nur allmählich siedelten sich dann wieder Familien in den Ortsteilen an - und erst 1793, nach der französischen Revolution, endete die Zweiteilung.

SEHENSWÜRDIGKEITEN

Der Rechenmacherbrunnen: Dieser Brunnen soll an ein altes Gewerbe in Börrstadt erinnern. Der Brunnen wurde von Eugen Windecker gebaut und in einer Feierstunde am 1. Mai 2003 der Bevölkerung übergeben. Noch heute werden die Bewohner von Börrstadt vielerorts liebevoll “Die Rechenmacher” genannt. In Börrstadt ist Daniel Specht der letzte noch aktive Rechenmacher.

Wallfahrtskapelle “Maria Hilf” im oberen Kirchtal - mit Kreuzweg durch den Wald. Errichtet aufgrund eines Gelöbnisses im Jahre 1945, eingeweiht am 1. Mai 1950. Die Wallfahrt findet einmal jährlich von der kath. Kirche aus zur Kapelle statt.

Katholische Kirche “St.Nikolaus, erbaut um 1800 mit Steinen der alten Hahnweilerkirche, die während des 30jährigen Krieges zerstört wurde. Wahrscheinlich wurden auch Steine der alten Kirche von Börrstadt verwendet die im 15. Jahrhundert erbaut worden war, aber aufgrund ihrer Baufälligkeit nicht mehr genutzt werden konnte. Während die alte Kirche von Börrstadt auf dem Friedhof stand, steht die heutige Kirche im Ortskern. Daneben befindet sich ein steinernes Kreuz aus dem Jahre 1752.

Die Kreuzkapelle - privat erbaut im Jahr 1999 von Familie Georg Karch und Familie Rocklage.

Das alte Forsthaus auf dem Hahnweilerhof, erbaut 1737 zur Habsburger Zeit als Wohnhaus mit Stallungen und Scheune in Eichenfachwerk als geschlossene Hofanlage. Vieles wurde zwar verändert, aber Decken, Innenwände und Dachstuhl sind noch ursprünglich. Der Türsturz über dem Eingang zeigt den österreichischen Doppeladler. Das Forsthaus steht unter Denkmalschutz.

Die Eremitenklause beim Hahnweilerhof, ungefähr 1 km nordwestlich, liegt in einem Talende. Es ist eine Höhle neben einer Quelle und ist ca. 2,40 x 3,70 m groß, hat einen knapp mannshohen Eingang und eine Öffnung nach oben. Sie ist als Eremitenklause bekannt. Wahrscheinlich gab es diese Klause schon 1468. Es gibt auch die Vermutung, daß es eine Kapelle war, wofür die Kreuzgewölbedecke spricht.

Hinkelstein aus der Steinzeit. Er steht östlich des Röderhofes an der Gemarkungsgrenze zwischen Börrstadt und Imsbach. Es ist der Rest eines wohl recht großen Menhirs, der in späteren Jahrhunderten zerkleinert wurde um Grenzsteine oder ähnliches daraus herzustellen. Darauf deutet auch ein heute, im unteren Bereich des Steines, vorhandenes Keilloch hin.

Grabhügel aus der älteren Eisenzeit (ca. 800-400 v.Chr.). Diese befinden sich in der Waldabteilung Pfaffenschlag (nahe Hahnweilerhof). Es sind sechs Grabhügel mit Durchmessern zwischen 9 und 14 Metern. In der Waldabteilung Bocksrück befinden sich ebenfalls drei Grabhügel.

Es gibt auch interessante Wanderwege, z.B. zum Schwarzenbrunnen (schön gestaltete Quelle), zum “Sauperch” (frühere Anlage um Wildschweine zu fangen.

 

(Bilder zu einigen Sehenswürdigkeiten findet man auf der Homepage der Gemeinde Börrstadt. Herzlichen Dank an Frau Birgitt Kern für die Gestaltung der Gemeinde-Homepage.)